Zum Archiv

KAPmodern »... ich bin ein Fremdling überall«

KAPmodern
16.05.2019
Do 20:00 Uhr / Foyer

KAPmodern Ensemble

Alfred Schnittke: »4 Hymnen« für Violoncello, Kontrabass, Harfe, Fagott, Pauke, Röhrenglocken und Cembalo
Luigi Nono: »hay que caminar« soñando für 2 Violinen
Giacinto Scelsi: »Hyxos« für Altflöte, Gong und kleine Kuhglocken
Alfred Schnittke: »Präludium in Memoriam Dmitri Schostakowitsch« für 2 Violinen

Immer unterwegs, rastlos getrieben, nie am Ziel. Symptome der nervösen Moderne? Mitnichten. Das romantische Wandern des Müllers hatte weit weniger mit Lust zu tun als im Lied besungen. Schuberts Wanderer wusste, wie fremd man sich unterwegs fühlt. Nono hat daraus schöpferische Kraft gezogen. Als immer Suchender fand er: Auch ohne Wege muss man gehen. So wagen sich in "Hay que caminar" zwei Wander-Geigen ins Unwegsame. Zwischen allen Stilen war Schnittke unterwegs. Er führte Schostakowitschs Erbe fort und war mit der orthodoxen russischen Tradition so vertraut wie mit Mozart. Als Buddhist kannte Scelsi viele Pfade, in "Hyxos" erklingen sie vor und zurück. "Wiederholung und Erinnerung sind die gleiche Bewegung, nur in entgegengesetzter Richtung", sagt Kierkegaard. Derlei kann nur Musik.

Veranstalter: Kammerakademie Potsdam gGmbH