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„Tief ist der Brunnen der Vergangenheit“

Mi 23 Jan 2019 20:00 Uhr

Foyer | KAP modern

KAPmodern Ensemble

Galina Ustwolskaja: Komposition Nr. 2 für Piccolo, Tuba, Klavier
Charles Wuorinen: Trio für Bassposaune, Tuba, Kontrabass
Mauricio Kagel: „Aus dem Nachlass“ für Viola, Violoncello und Kontrabass (Auszüge)
Klaus Lang: „Toccata per l’elevazione” für Flöte, Posaune, Tuba, Viola, Violoncello, Kontrabass
Klaus Huber: “Plainte in memoriam Luigi Nono” für Viola d’amore solo

„Die Verankerung menschlicher Gegenwart in der Tiefe des Vergangenen”: Thomas Manns Brunnen, mit dem sein Joseph-Roman beginnt, birgt den Urschatz, aus dem alles Neue entsteht. Dort hinab, in dunkle Klangtiefen, steigt Wuorinens Trio; nach oben strebt Lang in der Toccata zur Wandlung in der Messe, denn, wie Jesus sprach beim Abendmahl: „Brot wird zu Leib”. Kagel ergründet augenzwinkernd den eigenen Nachlass auf Wiederverwertbares (und wird fündig), während Huber mit dem archaischen Symbol des Pfluges tief gräbt, um "in memoriam Nono" eine Beschwerde zu formulieren, gespielt auf einem historischen Instrument. Die Musik der 1919 geborenen Ustwolskaja führt in Extrembereiche, die man erlebt haben konnte, wenn man vor 100 Jahren in Russland zur Welt kam. Heute kann man sie nachhören.

Veranstalter
Kammerakademie Potsdam gGmbH

Ein Unternehmen der Landeshauptstadt Potsdam, gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg